Tunnelsicherheitsbeleuchtung

Tunnelsicherheitsbeleuchtung - PINTSCH ABEN

PINTSCH ABEN entwickelte gemäß dem Regelwerk der Deutschen Bahn zuverlässige und auf dem neuesten Stand der Technik basierende Systemkomponenten für die Tunnelsicherheitsbeleuchtung.

Das von PINTSCH ABEN generierte Sicherheitsbeleuchtungskonzept basiert auf drei Komponenten:

  • Notlichtsteuerungs- und Überwachungszentrale PA TMS zur Steuerung und Überwachung der Tunnelsicherheitsbeleuchtung einschließlich der Kommunikationsschnittstelle zu der betrieblichen (BÜ) und der technischen Überwachungsstelle (TÜ).
  • Einzelbatterie – Notlichtversorgungsgerät PA NVG zur Versorgung von zwei Tunnelleuchten.
  • Tunnelleuchten mit elektronischem oder konventionellem Vorschaltgerät.

Die Tunnelüberwachungszentrale PA TMS stellt das Bindeglied zwischen der Feldebene (Tunnel) und der Bedien- und Überwachungsebene (BÜ, TÜ) dar. Der leistungsstarke Serial Device Server (SDS) von PINTSCH ABEN garantiert auf der Feldebene eine hohe Zuverlässigkeit im Bereich des Datentransfers und eine optimale Flexibilität bei den unterschiedlichsten Anforderungen in der Planungsphase (Bus Topologie).

Die von PINTSCH ABEN an die PA TMS festgelegte Systemanforderung ermöglicht den Anschluss von sechs Serial Device Servern. Jeder einzelne Serial Device Server versorgt vier Buslinien, wovon jede Buslinie das gesamte Datenaufkommen von max. 999 Notstromversorgungsgeräten PA NVG gem. dem im Lastenheft der Deutsche Bahn festgeschriebenen Informationsprotokoll sicher überträgt. Meldungen und Befehle anderer Gewerke erfasst die PA TMS mit eigens dafür entwickelten I/O Modulen und verarbeitet diese aufgrund der bestehenden Sicherheitsanforderungen für die TSB in einem separaten Programmteil.

Die Tunnelüberwachungszentrale erfüllt die Aufgabe einer automatischen Prüfeinrichtung. Bei Netzstörungen bzw. Netzausfällen erfolgt eine automatische Erkennung und Umschaltung der Tunnelsicherheitsbeleuchtung von Netz auf Notbetrieb, sowie bei Störungen betriebsrelevanter Funktionen eine automatische Einschaltung. Die gesamte Tunnelsicherheitsbeleuchtung kann manuell über einen beliebigen, im Tunnel angebrachten, Lichttaster, die Überwachungszentrale PA TMS oder über das Telekommunikationssystem MAS 90 eingeschaltet werden. Meldungen über den aktuellen Betriebszustand, sowie der Energieversorgung der Leuchten werden ereignisorientiert und redundant der zuständigen betrieblichen (BÜ) und der technischen Überwachungszentrale (TÜ) übergeben. Zusätzlich ist über Modem ein Fernzugriff zum Auslesen des Betriebsjournals, zur Parametrierung und zum Start von Funktions- oder Betriebsdauertests durch die instandhaltende Stelle möglich.

Das Einzelbatterie-Notlichtversorgungsgerät PA NVG versorgt und überwacht bis zu zwei Tunnelleuchten mit je einer Niederdruckentladungslampe und elektronischem Vorschaltgerät (EVG) bzw. konventionellem / verlustarmen Vorschaltgerät (KVG/VVG). Das PA NVG ist in einem zweiteiligen Gehäuse untergebracht. Im linken Gehäuseteil befindet sich die Batterie. Im rechten Gehäuseteil ist das Herzstück, die PA NVG Steuerplatine, untergebracht. Betriebsmeldungen, Störungen und Funktionsabläufe werden am PA NVG mittels Leuchtdioden angezeigt und über das RS485 – Bussystem in die Tunnelüberwachungszentrale PA TMS übertragen. Die Zentrale speichert diese Daten zur Protokollierung und Visualisierung.

Die “Nachtdesign“ Zustandsanzeigen und Bedienelemente im PA NVG geben dem Instandhaltungspersonal einen detaillierten Statusbericht. Unter anderem werden Lade-, Akku- oder Wandlerstörungen, Tiefentladung, Kabelbruch und Kommunikationsfehler angezeigt.

Merkmale

  • Systemspezifisch entwickelt zur Überwachung der Einsatzbereitschaft und Betriebszustände von Notlichtversorgungsgeräte im Eisenbahntunnel
  • Vollautomatische Systemüberwachung der Notleuchten mit Batterie und Steuerelektronik
  • Leistungsstarke Serial Device Server (SDS) garantieren eine hohe Zuverlässigkeit im Bereich des Datentransfers
  • Im eigenen Haus entwickelte innovative PA LINE Visualisierungssoftware
  • Geeignet für Tunnel mit bis zu 1000 Notlichtversorgungsgeräte
  • Kommunikationsschnittstellen MAS90, RS232, RS485, Ethernet, ISDN, GSM-R, GSM, GPRS
  • DB AG präqualifiziert seit Ende 2006